Endlich geschafft: Hampi

Hampi – 9. – 12. November 2019

In der Nacht von Freitag auf Samstag verlassen wir unser Strandpardies und warten in Chaudi zwischen vielen Hunden und Kühen auf den Nachtbus nach Hampi. Die Hunde sind Nachts wie Türsteher, sie passen auf, dass die Kühe nicht zu nah an die Geschäfte gehen und irgendetwas beschädigen. Dabei laufen die Hunde blind und in Rage über die Hauptstraßen und es kommt wie es kommen muss: ein Hund wird vor unseren Augen angefahren. Alle Hunde aus der Nachbarschaft jaulen und weinen, einige Inder kümmern sich um den verletzten Hund. Die Situation ist schlimm, wir wissen nicht wie und ob wir helfen können.

Warten, warten, warten..

Der Bus kommt eine Stunde verspätet und wir steigen verstört und traurig in unsere Schlafkabine. Diese Schlafbusse scheinen eine Touristenabzocke zu sein, überall nur weiße Gesichter. Wir erhalten ein Doppelbett aus den 80ern, direkt unter der lautstarken Klimaanlage. Wir hüpfen die ganze Nacht über Schlaglöcher auf und ab, das alles bei gefühlten minus zehn Grad. Wer den Moment verpasst, erhält keine Decke vom Busfahrer. Alex erfriert trotz Fließ- und Regenjacke fast und wird kreativ. Er baut sich aus Handtüchern, Strandtüchern und dem eigenen Rucksack einen Cocon. Nach einer Höllen-Busfahrt kommen wir nach zehn Stunden holpriger stop and drive and stop and … Fahrt in Hampi an (ok, ok: Katrin übertreibt leicht, Alex hat die meiste Zeit geschlafen. Kat leider gar nicht). Hampi begrüßt uns bei 35 Grad und Sonnenschein. Wir hüpfen schnell zu Alibaba in seine Rickschaw und lassen uns zum Flußübergang bringen. Hier essen die Bootsleute gerade zu Mittag, aber wir finden neben einigen Leidensgenossen aus dem Bus ein schattiges Plätzchen zum Warten. Das Boot bringt uns für 20 Rupien, manchmal 50 Rupien oder auch mal für eine halbe Niere rüber zur „Hippie Insel“. Der Name hat sich in den 90ern entwickelt, als sich viele Hippies in Goa versammelten. Mittlerweile bleiben die Hippies aus, der Ort ist zu teuer geworden. Unser Hotel ist so schäbig, dass wir diesen Teil einfach auslassen.
Den Rest des Tages erkunden wir mit einem geliehenen Motorrad die wunderschöne Natur. Kat fährt mehr oder weniger professionell zum ersten Mal in ihrem Leben eine Honda im Linksverkehr und Alex lässt sich seine Todesangst gar nicht anmerken. Warum er so oft darauf hinwies, die Füße nicht zum Bremsen zu benutzen… keine Ahnung! Wir steigen hoch zum Monkey Tempel, um zwischen kackfrechen Affen (sie rennen wie Stiere auf Touristen zu, bis diese ihr Proviant panisch wegwerfen – die Affen fangen das Futter dann perfektioniert wie Baseballspieler. Echt verrückt), vielen Indern und wenigen Touristen den Sonnenuntergang zu genießen. Alex freundet sich mit zwei kleinen Machos an, wir glauben die beiden hängen hier oben ab, um Frauen kennenzulernen. Ein Affe setzt sich zwischenzeitlich auf Alex Bein, macht eine Verschnaufspause und schaut sich die Besucher seines Tempels an. Kat wäre bei dem Köperkontakt hochkant vom Berg gesprungen.

Unser Gefährt. Die Tacho Anzeige funktionierte nicht aber wir sind uns ziemlich sicher wir sind mindestens 30 kmh gefahren 😉
Die zwei kleinen Aufreißer
Alex beschließt, ein Affe zu sein und auf Steine zu klettern.
ein echtes Äffchen beobachtet währenddessen den romantischen Sonnenuntergang
Viele Steine und ein Alex
Nach ca. 600 Stufen wird erst mal die Aussicht genoßen
Der Affentempel auf der Spitze des Berges
Yep, auch er hats nach oben geschafft!
Und der Sonnenuntergang. Handy Kamera hat davon nicht besonders viel eingefangen leider

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